Wie Organisationen durch Erfahrungen innovativer werden
In einer sich rasant verändernden Arbeitswelt ist Innovationsfähigkeit kein „Nice to have“ mehr, sondern eine Überlebensstrategie.
Doch die entscheidende Frage lautet: Wie entsteht Innovationsfähigkeit?
Unsere Erfahrung zeigt: Die stärksten Innovationen entstehen nicht am Reißbrett, sondern im Prozess – durch Ausprobieren, Beobachten, Verstehen und erneutes Handeln. Kurz: durch Lernen aus Erfahrung.
Genau hier setzt der Innovation Learning Loop (ILL) an.
In den ILL sind moderne Ansätze und Konzepte aus unterschiedlichen Disziplinen eingeflossen, die gemeinsam einen roten Faden bilden:
- aus der Hirnforschung (u. a. Gerald Hüther) die Erkenntnis, dass nachhaltiges Lernen immer mit Emotion, Motivation und aktiver Erfahrung verknüpft ist,
- aus der Lernpsychologie (u.a. David A. Kolb) das Modell des erfahrungsbasierten Lernens, das den Zyklus aus Erleben, Reflektieren, Verstehen und Ausprobieren beschreibt,
- aus der Organisationsentwicklung (Peter Senge) die Idee der lernenden Organisation, die sich ständig anpasst und weiterentwickelt,
- und aus der Transformationsforschung (Otto Scharmers Theory U) der Gedanke, dass tiefer Wandel entsteht, wenn Menschen ihre Wahrnehmung und ihr Handeln bewusst verändern.
Diese Perspektiven fließen im Innovation Learning Loop zusammen und machen ihn zu einem praxisnahen Orientierungsrahmen für zukunftsfähige Organisationen und persönlicher Weiterentwicklung.
Der ILL: Lernen und Innovation als Kreislauf
Der Innovation Learning Loop beschreibt Innovation als kontinuierlichen Lernprozess, der sich in vier Phasen vollzieht:
1. Konkrete Erfahrung
Teams wagen Neues: durch Experimente, Prototypen oder durch Pilotprojekte.
→ Beispiel: Ein Unternehmen testet eine neue Form der Zusammenarbeit oder probiert einen Service in kleinem Rahmen aus.
2. Reflexive Beobachtung
Erfahrungen werden reflektiert: durch Retrospektiven, Feedback-Runden oder durch Datenanalysen.
→ Was lief überraschend gut? Was hinderte den Erfolg? Welche Muster tauchen auf?
3. Abstrakte Konzeptualisierung
Erkenntnisse werden verdichtet: durch Hypothesen, Modelle oder durch neue Einsichten.
→ Das Team versteht, warum bestimmte Methoden oder Handlungsschritte funktionieren – und warum andere scheitern.
4. Aktives Experimentieren
Neue Ideen werden getestet und bei Bedarf skaliert: durch weitere Piloten, Marktversuche oder durch neue Prozessdesigns.
→ Aus Erfahrungen entstehen belastbare Innovationen und persönliche Weiterentwicklung.
Der Loop beginnt dann von Neuem – ein kontinuierlicher Kreislauf, der Organisationen und Menschen lern- und innovationsfähiger macht.
Warum der ILL für Zukunftsorganisationen entscheidend ist
Der Innovation Learning Loop schafft Klarheit:
- Innovation ist kein Zufall, sondern das Ergebnis systematischen Erfahrungslernens.
- Fehler sind Lernchancen – sie bringen Teams Erkenntnisse und schneller weiter.
- Agile Methoden wie Retrospektiven, Reviews oder Prototyping lassen sich direkt im Loop verorten.
- Organisationen und Menschen, die den ILL leben, werden resilienter, adaptiver und kreativer.
Kurz: Der ILL ist ein Motor für Transformation und Zukunftsfähigkeit.
Organisationen brauchen heute mehr als gute Ideen – sie brauchen die Fähigkeit, kontinuierlich zu lernen und daraus Innovation zu entwickeln.
Fazit
Der Innovation Learning Loop (ILL) ist unser Ansatz bei innospring, um genau das zu ermöglichen:
ein strukturiertes Framework aus Erfahrung, Reflexion, Konzeptualisierung und Umsetzung, das Innovation nicht dem Zufall überlässt, sondern gestaltbar macht.