Ein Glos­sar für das, was Zukunft aus­macht: Inno­va­ti­on, Ler­nen, Trans­for­ma­ti­on.
Ein­fach erklärt, inspi­rie­rend gedacht – für eine Arbeits­welt im Wandel.

A

Adaptives Lernen

Was ist adap­ti­ves Lernen?

Adap­ti­ves Ler­nen beschreibt Lern­ar­ran­ge­ments, die sich kon­ti­nu­ier­lich an die Bedürf­nis­se, den Wis­sens­stand und das Ver­hal­ten der Ler­nen­den anpas­sen. Inhal­te, Wege und For­ma­te wer­den dabei nicht starr vor­ge­ge­ben, son­dern dyna­misch „gesteu­ert“ – mit dem Ziel, den Lern­erfolg, die Moti­va­ti­on und die Rele­vanz deut­lich zu erhöhen.

Im Rah­men des Trend­ra­dars der Stu­die „Trends für die Zukunft der Wei­ter­bil­dung“ des Zukunfts­in­sti­tuts mit dem Schwer­punkt „Wis­sens­kul­tur“ zeigt sich: Wis­sen wird nicht mehr zen­tral gesteu­ert, son­dern fle­xi­bel und koope­ra­tiv gene­riert. In die­sem Sin­ne hilft adap­ti­ves Ler­nen dabei, Lern­räu­me zu schaf­fen, die indi­vi­du­ell wirk­sam, tech­no­lo­gie­ge­stützt und in Gemein­schaft erlebt werden.

Damit wird es für Orga­ni­sa­tio­nen in Zei­ten schnel­len Wan­dels zuneh­mend zur Schlüs­sel­kom­pe­tenz. Der Human Space bie­tet genau die­se unter­schied­li­chen Lern­räu­me und For­ma­te an für Orga­ni­sa­tio­nen und Changemaker:innen an.

Agile Projektteams

Wie arbei­tet ein agi­les Projektteam?

Ein agi­les Pro­jekt­team arbei­tet selbst­or­ga­ni­siert, fle­xi­bel und mit Fokus auf Trans­pa­renz, Zusam­men­ar­beit und kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen sind zen­tra­le Prin­zi­pi­en, die den Arbeits­all­tag prägen.

Sei­nen Ursprung hat agi­les Arbei­ten in der Soft­ware­ent­wick­lung: 2001 for­mu­lier­ten 17 Expert:innen – dar­un­ter Ken Schwa­ber, Jeff Sut­her­land und Kent Beck –

das Agi­le Mani­festo.
Es leg­te den Grund­stein für eine Arbeits­kul­tur, in der Men­schen, Kol­la­bo­ra­ti­on und Ler­nen im Mit­tel­punkt stehen.

Agi­le Pro­jekt­teams arbei­ten erfolg­rei­cher mit Arbeits­prin­zi­pi­en und mit agi­len Pro­jekt­ma­nage­ment­me­tho­den statt mit star­ren Regeln. Prin­zi­pi­en geben Ori­en­tie­rung, ohne Hand­lungs­spiel­räu­me ein­zu­en­gen. Sie schaf­fen Klar­heit über Wer­te und Hal­tung – und ermög­li­chen Fle­xi­bi­li­tät, Anpas­sung und eigen­ver­ant­wort­li­ches Han­deln in kom­ple­xen Situationen.

B

Briefing

Was ist ein Briefing?

Ein Brie­fing ist der gemein­sa­me Start­punkt eines Pro­jekts, For­mats oder Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses. Es beschreibt Ziel, Kon­text und Rah­men­be­din­gun­gen – und sorgt dafür, dass alle Betei­lig­ten das­sel­be Ver­ständ­nis davon haben, wor­um es geht, und was erreicht wer­den soll.

Doch ein gutes Brie­fing ist mehr als eine for­ma­le Abstim­mung. Es ist ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess, in dem Per­spek­ti­ven zusam­men­kom­men, Annah­men geklärt und Erwar­tun­gen sicht­bar werden.

Es ver­bin­det Stra­te­gie und Umset­zung und
über­setzt Zie­le in kla­re Leit­plan­ken für das Han­deln und legt die Basis für Ver­trau­en und Zusammenarbeit.

C

Circle of Influence

Was ist der Cir­cle of Influence?

Der Cir­cle of Influence wur­de von Ste­phen R. Covey ent­wi­ckelt und ist bekannt aus sei­nem Buch The 7 Habits of High­ly Effec­ti­ve Peo­p­le.

Der Cir­cle beschreibt, wie wir tat­säch­lich Ein­fluss neh­men kön­nen. Er unter­schei­det zwi­schen dem, was wir ver­än­dern kön­nen, und dem, was außer­halb unse­res Ein­flus­ses liegt.

In Zei­ten des Wan­dels ist das ent­schei­dend – denn dort, wo wir Ein­fluss neh­men, ent­steht Bewe­gung, Ver­ant­wor­tung und Selbst­wirk­sam­keit.
In der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung unter­stützt der Cir­cle of Influence Teams und Füh­rungs­kräf­te dabei, kla­rer zu sehen:

Wel­che The­men kön­nen wir wirk­lich ver­än­dern, wel­che nicht?

Wo beginnt unser Handlungsspielraum?

Und was braucht Akzep­tanz statt Kontrolle?

So wird der Cir­cle of Influence zu einem Werk­zeug für wirk­sa­mes Han­deln im Wandel.

D

Design Thinking

Was ist Design Thinking?

Design Thin­king ist ein mehr­stu­fi­ger, krea­ti­ver Pro­zess – und gleich­zei­tig ein Para­de­bei­spiel für gutes Pro­zess-Design. Der Pro­zess ver­läuft in unter­schied­li­chen Phasen.

Pha­se 1 – Ver­ste­hen & Beobachten

Pha­se 2 – Sicht­wei­sen definieren

Pha­se 3 – Ideen entwickeln

Pha­se 4 – Prototyping

E

Eco Transition

Was bedeu­tet Eco Transition?

Eco Tran­si­ti­on beschreibt den Wan­del hin zu einer rege­ne­ra­ti­ven, öko­lo­gisch ver­ant­wor­tungs­vol­len Gesell­schaft und Wirtschaft.

Im Mit­tel­punkt steht ein Ver­ständ­nis von Fort­schritt, das nicht auf Ver­brauch, son­dern auf Erneue­rung basiert – auf Kreis­läu­fen, Res­sour­cen­scho­nung und einer tie­fen Ach­tung öko­lo­gi­scher Systeme.

Die­se Trans­for­ma­ti­on for­dert ein neu­es Den­ken: Wirt­schaft­li­ches Han­deln, Tech­no­lo­gie und Bil­dung wer­den so mit­ein­an­der ver­bun­den, dass sie im Ein­klang mit den pla­ne­ta­ren Gren­zen und rege­ne­ra­ti­ven Wachs­tum ste­hen. Beson­ders in der Bil­dung und im co-krea­ti­ven Mit­ein­an­der zeigt sich die Kraft der Eco Transition.

Neue Lern­an­sät­ze för­dern Sys­tem­den­ken, kri­ti­sches Urteils­ver­mö­gen und krea­ti­ves Pro­blem­lö­sen. Das sind Kom­pe­ten­zen, die es ermög­li­chen, nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung aktiv zu gestal­ten. Der Human Space unter­stützt genau sol­che For­ma­te, die einen gemein­sa­men Wan­del fördern.

Exploration

Was bedeu­tet Exploration?

Explo­ra­ti­on beschreibt die Pha­se des offe­nen Ent­de­ckens – das bewuss­te Ein­tau­chen in Per­spek­ti­ven, Bedürf­nis­se und Zusam­men­hän­ge, bevor Lösun­gen ent­ste­hen. Im Social Design und im Design Thin­king ist sie der Aus­gangs­punkt für sinn­vol­le Inno­va­ti­on und nach­hal­ti­ge Transformation.

In die­ser Pha­se geht es dar­um, mit Neu­gier zu ver­ste­hen, statt vor­schnell zu bewer­ten. Teams beob­ach­ten, hören zu, stel­len Fra­gen und hin­ter­fra­gen Annah­men. Sie erkun­den, was Men­schen wirk­lich brau­chen, und ent­de­cken Poten­zia­le, die im Bestehen­den ver­bor­gen liegen.

Im Kon­text von Inno­va­tions- und Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se ermög­licht Explo­ra­ti­on, Kom­ple­xi­tät und Bedürf­nis­se sys­te­misch zu begrei­fen. Sie hilft die Empa­thie und das Nut­zer­ver­ständ­nis im Ver­än­de­rungs­pro­zess zu ver­tie­fen und baut auf ech­te Erkennt­nis­se auf.

F

Future Literacy

Was ist Future Liter­acy und wobei hilft es uns?

Future Liter­acy – die Fähig­keit, mit Zukunft bewusst umzu­ge­hen – beschreibt, wie wir ler­nen kön­nen, Zukünf­te zu den­ken, statt sie vor­her­zu­sa­gen. Sie macht sicht­bar, wel­che Annah­men unser heu­ti­ges Han­deln prä­gen, und öff­net Raum für neue Per­spek­ti­ven.
Das Kon­zept wur­de von der UNESCO und dem Zukunfts­for­scher Riel Mil­ler geprägt.

Ihre Idee: Zukunft ist kein fer­nes Ereig­nis, son­dern ein Denk­raum, den wir aktiv nut­zen kön­nen – um bewuss­ter zu ler­nen, zu ent­schei­den und zu gestalten.

Future Liter­acy befä­higt Men­schen, sich aktiv mit unter­schied­li­chen Zukunfts­bil­dern aus­ein­an­der­zu­set­zen – statt in Unsi­cher­heit oder Pas­si­vi­tät zu ver­har­ren. Sie stärkt das Ver­trau­en in die eige­ne Gestal­tungs­fä­hig­keit und eröff­net neue Wege, mit Kom­ple­xi­tät
und Wan­del umzugehen.

Facilitator

Was macht ein Facilitator?

Ein Faci­li­ta­tor unter­stützt Grup­pen dabei, gut zusam­men­zu­ar­bei­ten, zu ler­nen und Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Er schafft Räu­me, in denen unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven sicht­bar wer­den, Dia­log ent­steht und Neu­es Gestalt anneh­men kann.

Im Unter­schied zur klas­si­schen Mode­ra­ti­on, bei der Gesprä­che struk­tu­riert und Ergeb­nis­se doku­men­tiert wer­den, arbei­tet ein Faci­li­ta­tor tie­fer: Er ach­tet auf Dyna­mi­ken, Hal­tun­gen und Lern­pro­zes­se und ermög­licht es Grup­pen, Ver­ant­wor­tung
zu über­neh­men und eige­ne Wege zu finden.

In moder­nen Orga­ni­sa­tio­nen, die sich stän­dig im Wan­del bewe­gen, wird die Rol­le des Faci­li­ta­tors immer wich­ti­ger. Ob als Lea­der­ship Faci­li­ta­tor, Pro­zess­be­glei­ter, Reser­ve- Men­tor oder Team­mit­glied – er unter­stützt Teams dabei, sich in kom­ple­xen Umge­bun­gen zu ori­en­tie­ren und gemein­sam hand­lungs­fä­hig zu bleiben.

Faci­li­ta­ti­on ist damit mehr als eine Metho­de. Es ist eine Hal­tung, die auf Ver­trau­en, Betei­li­gung und Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on basiert – und Ver­än­de­rung als kol­lek­ti­ven Lern­pro­zess versteht.

G

Gamification

Was ist Gamification?

Gami­fi­ca­ti­on beschreibt die Anwen­dung spie­le­ri­scher Ele­men­te in nicht-spie­le­ri­schen Kon­tex­ten – zum Bei­spiel in digi­ta­len Lern­pro­zes­sen, Ser­vices oder Veränderungsprojekten.

Ziel ist es, Moti­va­ti­on, Enga­ge­ment und Freu­de am Mit­ge­stal­ten zu fördern.

Der Begriff ent­stand in den 2000er-Jah­ren im Umfeld der User Expe­ri­ence (UX)- und Game Design-For­schung. Er basiert auf der Erkennt­nis, dass Men­schen durch spie­le­ri­sche Struk­tu­ren wie Feed­back, Her­aus­for­de­run­gen oder gemein­sa­me Zie­le stär­ker akti­viert und lang­fris­tig moti­viert wer­den können.

Im Ser­vice Design hilft Gami­fi­ca­ti­on, Kun­den­er­leb­nis­se inter­ak­ti­ver und emo­tio­na­ler zu gestal­ten. Im Lear­ning Design macht sie Lern­pro­zes­se leben­dig, för­dert Neu­gier und stärkt die Eigenmotivation.

Rich­tig ein­ge­setzt, geht Gami­fi­ca­ti­on jedoch über Beloh­nungs­sys­te­me hin­aus: Sie schafft digi­ta­le Erleb­nis­se, die Sinn, Auto­no­mie und Fort­schritt erleb­bar machen.

H

Human Centered Design

Was bedeu­tet Human Cen­te­red Design?

Human Cen­te­red Design (HCD) ist ein Ansatz, der Men­schen ins Zen­trum von Ent­wick­lungs- und Gestal­tungs­pro­zes­sen stellt. Pro­duk­te, Ser­vices oder Lern­for­ma­te wer­den nicht für, son­dern mit den Nutzer:innen ent­wi­ckelt – auf Basis ech­ter Bedürf­nis­se, Erfah­run­gen und Perspektiven.

Sei­ne Wur­zeln hat der Ansatz in der Design­for­schung der 1980er-Jah­re. Der US-ame­ri­ka­ni­sche Kogni­ti­ons­wis­sen­schaft­ler Donald A. Nor­man präg­te den Begriff und mach­te deut­lich, dass gutes Design immer mit dem Men­schen beginnt. Also mit Empa­thie, Beob­ach­tung und dem Ver­ste­hen von Kon­tex­ten. Spä­ter wur­de Human Cen­te­red Design durch Orga­ni­sa­tio­nen wie IDEO oder die Stan­ford d.school wei­ter­ent­wi­ckelt und in Inno­va­ti­ons­pro­zes­se integriert.

»How Might We«?

Was ist die „How Might We“?

Die „How Might We“-Methode ist ein krea­ti­ves Werk­zeug aus dem Design Thin­king. Sie hilft, Her­aus­for­de­run­gen in offe­ne, lösungs­ori­en­tier­te Fra­gen zu über­set­zen – und so den Raum für Ideen zu öffnen.

Der Ansatz geht auf das Inno­va­ti­ons­un­ter­neh­men IDEO und die Stan­ford d.school zurück. Ursprüng­lich wur­de er ent­wi­ckelt, um Blo­cka­den zu über­win­den und Pro­ble­me so zu for­mu­lie­ren, dass sie zum Expe­ri­men­tie­ren einladen.

Statt nach der per­fek­ten Ant­wort zu suchen, beginnt der Pro­zess mit einer neu­gie­ri­gen Fra­ge: „Wie könn­ten wir…?“

Die Metho­de ver­bin­det Hal­tung und Struktur:

Sie för­dert
Neu­gier und Perspektivwechsel.

Sie schafft
gemein­sa­mes Ver­ständ­nis über Herausforderungen.

Sie stärkt
die Krea­ti­vi­tät und Kol­la­bo­ra­ti­on im Team.

Die „How Might We“- Metho­de ermög­licht es, sich der Kom­ple­xi­tät zu öff­nen, anstatt sie zu redu­zie­ren. Sie lenkt den Blick auf Mög­lich­kei­ten und bil­det somit den ers­ten Schritt vom Pro­blem zum Pro­to­ty­pen.

I

Innovation Learning Loop

Was ist der Inno­va­ti­on Lear­ning Loop?

Der Inno­va­ti­on Lear­ning Loop (ILL) ist eine kon­ti­nu­ier­li­che Lear­ning-Jour­ney. Er ver­eint Erkennt­nis­se aus Hirn­for­schung, Lern­psy­cho­lo­gie und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung – und zeigt, wie Ler­nen und Inno­va­ti­on untrenn­bar ver­bun­den sind, um Neu­es zu gestalten.

Im Kern besteht der ILL aus vier Pha­sen, die sich fort­lau­fend wie­der­ho­len:
Erfah­ren – Reflek­tie­ren – Ver­ste­hen – Ausprobieren.

Jede Pha­se baut auf der vor­he­ri­gen auf und för­dert so eine Kul­tur des Expe­ri­men­tie­rens und Ler­nens – in Orga­ni­sa­tio­nen, Teams und bei Ein­zel­nen.
So wird der Inno­va­ti­on Lear­ning Loop zu einem Wachs­tums- und Erfah­rungs­rah­men für nach­hal­ti­ge Entwicklung.

J

Journey Mapping

Was ist Jour­ney Mapping?

Beim Jour­ney Map­ping wer­den Erleb­nis­se, Pro­zes­se oder Lern­we­ge aus der Per­spek­ti­ve der Nutzer:innen sicht­bar gemacht.

Die Map zeigt, wel­che Schrit­te die Nutzer:innen durch­lau­fen, wel­che Erfah­run­gen sie dabei machen und wo Chan­cen, Brü­che oder Bedürf­nis­se entstehen.

Die Metho­de stammt ursprüng­lich aus dem Ser­vice Design und der User-Experience-(UX)-Forschung. Sie wird ein­ge­setzt, um Kund:innen‑, Mitarbeiter:innen- oder Lern­rei­sen zu ver­ste­hen und ganz­heit­lich zu gestal­ten – über alle Kon­takt­punk­te hinweg.

Im Inno­va­tions- und Lern­kon­text hilft Jour­ney Map­ping dabei, Empa­thie für Nutzer:innen und Ler­nen­de zu ent­wi­ckeln. Dadurch kön­nen Pro­zes­se und Erleb­nis­se kon­se­quent aus ihrer Sicht betrach­tet wer­den. So kön­nen geziel­te Ver­bes­se­run­gen oder neue Lösun­gen für die Nut­zer­grup­pe ent­wi­ckelt werden.

K

Kreative Prozesse

Wie läuft ein krea­ti­ver Pro­zess ab?

Krea­ti­vi­tät ist die Fähig­keit, Neu­es zu den­ken, bestehen­de Mus­ter zu hin­ter­fra­gen und dar­aus inno­va­ti­ve Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Sie ver­bin­det Wis­sen, Erfah­rung und Vor­stel­lungs­kraft – und lässt uns auf Ver­än­de­run­gen nicht nur reagie­ren, son­dern aktiv gestalten.

Ein krea­ti­ver Pro­zess ver­läuft dabei meist in vier Pha­sen, die sich gegen­sei­tig bedin­gen und immer wie­der durch­lau­fen wer­den können:


1. Vor­be­rei­tung – 
Ver­ste­hen, was ist

Am Anfang steht das Erkun­den: Wir tau­chen in ein The­ma ein, sam­meln Wis­sen und betrach­ten es aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln. So ent­steht die Basis, um Bekann­tes infra­ge zu stel­len und neue Wege zu finden.


2. Inku­ba­ti­on –
Raum geben, damit Neu­es ent­ste­hen kann

Nach der inten­si­ven Aus­ein­an­der­set­zung folgt die Pau­se. Durch Los­las­sen kön­nen Gedan­ken und Ein­drü­cke im Hin­ter­grund wei­ter­ar­bei­ten – oft ent­ste­hen so unbe­wusst neue Verknüpfungen.


3. Illu­mi­na­ti­on –
der Moment der Erkennt­nis

Plötz­lich ist sie da: die Idee, die alles zusam­men­bringt. Der krea­ti­ve Moment, in dem Ver­ste­hen und Intui­ti­on auf­ein­an­der­tref­fen und etwas wirk­lich Neu­es sicht­bar wird.


4. Veri­fi­ka­ti­on –
Aus­pro­bie­ren, Ler­nen, Wei­ter­ent­wi­ckeln

Hier wird die Idee geprüft und in die Pra­xis über­führt. Durch Expe­ri­men­tie­ren, Feed­back und gemein­sa­mes Ler­nen ent­steht aus einer ers­ten Idee Schritt für Schritt etwas Tragfähiges.

L

Lernende Organisationen

Was ist eine ler­nen­de Organisation?

Eine ler­nen­de Orga­ni­sa­ti­on ver­steht sich als Sys­tem, das sich kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt – durch gemein­sa­mes Ler­nen, Refle­xi­on und Anpas­sung. Sie schafft Rah­men­be­din­gun­gen, in denen Men­schen ihr Wis­sen tei­len, Neu­es aus­pro­bie­ren und aus Erfah­run­gen ler­nen können.

Das Kon­zept wur­de vom US ame­ri­ka­ni­schen Orga­ni­sa­ti­ons­wis­sen­schaft­ler Peter M. Sen­ge ent­wi­ckelt und maß­geb­lich geprägt. In sei­nem Werk The Fifth Disci­pli­ne (1990) beschreibt er fünf zen­tra­le Dis­zi­pli­nen, die eine ler­nen­de Orga­ni­sa­ti­on aus­zeich­nen und heu­te aktu­el­ler denn je sind.

Denn im Kon­text von Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on sind ler­nen­de Orga­ni­sa­tio­nen ent­schei­dend: Sie reagie­ren nicht nur auf Ver­än­de­rung, son­dern gestal­ten sie aktiv. Durch geteil­tes Wis­sen, Offen­heit und kon­ti­nu­ier­li­ches Lernen.

M

Moodboard

Wofür braucht es ein Moodboard?

Ein Mood­board ist ein visu­el­les Werk­zeug, das hilft, Stim­mun­gen, Wer­te und Bot­schaf­ten sicht­bar zu machen. Es ver­eint Bil­der, Far­ben, Zita­te oder Sym­bo­le – und schafft so eine Aus­gangs­ba­sis dafür, wie sich Ver­än­de­rung für bestimm­te Nut­zer­grup­pen anfüh­len soll.

Ursprüng­lich stammt das Mood­board aus dem Design­be­reich, wo es genutzt wur­de, um visu­el­le Kon­zep­te und Emo­tio­nen zu ver­dich­ten. Heu­te fin­det es zuneh­mend Anwen­dung in der Chan­ge-Kom­mu­ni­ka­ti­on und in nut­zer­zen­trier­ten Pro­zes­sen wie Ser­vice Design oder bei Organisationsentwicklungsprojekten.

Im Kon­text von Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen hilft ein Mood­board Orga­ni­sa­tio­nen, das Unsicht­ba­re sicht­bar zu machen:

Es über­setzt Stra­te­gien und Zukunfts­bil­der in Emo­tio­nen und visu­el­le Leitideen.

Es ver­bin­det unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und schafft ein gemein­sa­mes Verständnis.

Es unter­stützt Teams und Füh­rungs­kräf­te, Hal­tung, Ton und Rich­tung einer Ver­än­de­rung greif­bar zu kommunizieren.

Mood­boards schaf­fen Aus­gangs­punk­te, Ori­en­tie­rung und Reso­nanz für Ver­än­de­runs­pro­zes­se – und hel­fen Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­än­de­run­gen nicht nur zu erklä­ren, son­dern erleb­bar zu machen.

N

Narrative

Was sind Narrative?

Nar­ra­ti­ve sind erzähl­te Sinn- und Bedeu­tungs­zu­sam­men­hän­ge, also Geschich­ten, mit deren Hil­fe Men­schen sich und ihre Welt ver­ste­hen. Sie ver­dich­ten Erfah­run­gen, Wer­te und Emo­tio­nen zu gemein­sa­men Deu­tungs­mus­tern und beein­flus­sen somit unse­re Gedan­ken über Gegen­wart und Zukunft.

Der Begriff „Nar­ra­tiv“ stammt ursprüng­lich aus der Sozi­al- und Kul­tur­wis­sen­schaft. Forscher:innen wie Jero­me Bru­ner oder Paul Rico­eur haben gezeigt, dass Men­schen Sinn nicht nur durch Fak­ten, son­dern vor allem durch Geschich­ten konstruieren.

Spä­ter wur­de der Begriff auch in der Kom­mu­ni­ka­ti­on, Poli­tik und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung auf­ge­grif­fen – über­all dort, wo gemein­sa­mes Han­deln und Bedeu­tung entstehen.

Nar­ra­ti­ve schaf­fen Ori­en­tie­rung, stär­ken Iden­ti­fi­ka­ti­on und machen Zukunft erzählbar.

Ein gutes Nar­ra­tiv ver­bin­det Visi­on und All­tag – und zeigt, war­um Ver­än­de­rung Sinn macht.

O

OKR

Was sind Objec­ti­ves & Key Results?

Objec­ti­ves & Key Results (OKR) sind ein Frame­work zur Ziel­set­zung und Steue­rung in Orga­ni­sa­tio­nen. Es ver­bin­det ambi­tio­nier­te, qua­li­ta­ti­ve Zie­le (Objec­ti­ves) mit mess­ba­ren Ergeb­nis­sen (Key Results) – und schafft so Klar­heit dar­über, wohin eine Orga­ni­sa­ti­on will und wor­an Fort­schritt erkenn­bar ist.

Der Ursprung des OKR-Ansat­zes liegt in den 1970er-Jah­ren bei Intel. Der dama­li­ge CEO Andy Gro­ve ent­wi­ckel­te das Modell als Wei­ter­füh­rung von Peter Dru­ckers „Manage­ment by Objec­ti­ves“. In den 1990er-Jah­ren mach­te John Doerr das Frame­work bei Goog­le bekannt, wo es als Werk­zeug für Fokus, Trans­pa­renz und gemein­sa­mes Ler­nen ein­ge­setzt wurde.

Im Kon­text von Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on hel­fen OKRs dabei,

  • Visi­on und Stra­te­gie in kon­kre­te Hand­lungs­zie­le zu übersetzen,

  • Teams auf gemein­sa­me Prio­ri­tä­ten auszurichten,

  • und Fort­schritt sicht­bar und über­prüf­bar zu machen.

Anders als klas­si­sche Ziel­sys­te­me för­dern OKRs Lern­ori­en­tie­rung statt Kon­trol­le: Sie laden Teams ein, muti­ge Zie­le zu for­mu­lie­ren, regel­mä­ßig zu reflek­tie­ren und gemein­sam Ver­ant­wor­tung für Wir­kung zu übernehmen.

P

Partizipative Prozesse

Was ist ein par­ti­zi­pa­ti­ver Pro­zess in der Organisationsentwicklung?

Par­ti­zi­pa­ti­ve Pro­zes­se ermög­li­chen es Mit­ar­bei­ten­den, aktiv an der Wei­ter­ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­ti­on mit­zu­wir­ken. Sie för­dern den gemein­sa­men Dia­log, das Mit­wir­ken an Ent­schei­dungs­pro­zes­sen und die Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung – unab­hän­gig von Funk­tio­nen oder Hierarchien.

Das Kon­zept auf der Arbeit des Sozi­al­psy­cho­lo­gen Kurt Lewin, der bereits in den 1940er-Jah­ren beton­te: „Men­schen unter­stüt­zen, was sie mit­ge­stal­ten.“ Sei­ne For­schung leg­te den Grund­stein für moder­ne Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung als ler­nen­den, betei­li­gungs­ori­en­tier­ten Prozess.

Par­ti­zi­pa­ti­ve Pro­zes­se machen Ver­än­de­rung zu etwas, das nicht ver­ord­net, son­dern gemein­sam gestal­tet wird – und tra­gen so dazu bei, dass Orga­ni­sa­tio­nen leben­di­ger, agi­ler und zukunfts­fä­hi­ger werden.

Peer-Learning

Was bedeu­tet Peer-Learning?

Beim Peer Lear­ning fin­det Ler­nen auf Augen­hö­he statt. In einer Grup­pe, den soge­nann­ten Peers, tei­len die Men­schen ihr Wis­sen, ihre Erfah­run­gen und Per­spek­ti­ven mit­ein­an­der, um gemein­sam zu ler­nen und Pro­ble­me zu lösen. Dies geschieht im Dia­log, im Aus­tausch und in der Co-Kreation.

Auf die­se Wei­se bleibt das Wis­sen in Unter­neh­men, da es über Hier­ar­chiegren­zen hin­weg geteilt wird. Auf die­se Wei­se sichern Orga­ni­sa­tio­nen das Erfah­rungs­wis­sen und för­dern gleich­zei­tig die Ent­wick­lung zukunfts­re­le­van­ter Kompetenzen.

Im Kon­text von Future Skills stärkt Peer Lear­ning:

Krea­ti­vi­tät,
weil viel­fäl­ti­ge Per­spek­ti­ven neue Ideen fördern.

Inno­va­ti­ons­kraft,
weil gemein­sa­mes Ler­nen Expe­ri­men­te ermöglicht.

Kri­ti­sches Den­ken und Refle­xi­on,
weil Wis­sen und Anwen­dung im Aus­tausch entstehen.

Umgang mit Schei­tern,
weil Feh­ler geteilt und als Lern­chan­cen ver­stan­den werden.

Peer Lear­ning und Reser­ve-Men­to­ring schafft eine Kul­tur, in der Ler­nen Teil der täg­li­chen Arbeit wird.

Q

Qualitative Befragung

Was ist eine qua­li­ta­ti­ve Befra­gung im Innovationsprozess?

Eine qua­li­ta­ti­ve Befra­gung ist eine explo­ra­ti­ve For­schungs­me­tho­de, die hilft, Men­schen, ihre Bedürf­nis­se und Erfah­run­gen wirk­lich zu ver­ste­hen. Statt Zah­len zu sam­meln, geht es dar­um, Moti­ve, Hal­tun­gen und Geschich­ten sicht­bar zu machen – also das War­um hin­ter dem Verhalten.

Im Inno­va­ti­ons­pro­zess bil­det sie die Grund­la­ge für Empa­thie und Nut­zer­ver­ständ­nis – und damit für Lösun­gen, die wirk­lich rele­vant sind. Durch offe­ne Fra­gen, Gesprä­che und Beob­ach­tun­gen ent­ste­hen tie­fe­re Ein­sich­ten, die oft neue Per­spek­ti­ven auf Pro­blem­stel­lun­gen eröffnen.

Typi­sche For­ma­te sind Inter­views, Fokus­grup­pen oder Shadowing. Das Ziel ist es, die Tie­fe und Bedeu­tung: zu ver­ste­hen, was Men­schen bewegt, was sie brau­chen – und wo Poten­zia­le für Inno­va­ti­on liegen.

R

Reserve Mentoring

Was ist Rever­se Mentoring?

Rever­se Men­to­ring – auf Deutsch umge­kehr­tes Men­to­ring – kehrt die klas­si­sche Lern­rich­tung um:

Jün­ge­re Mit­ar­bei­ten­de beglei­ten erfah­re­ne Kolleg:innen oder Füh­rungs­kräf­te, um neue Per­spek­ti­ven, Kom­pe­ten­zen und Denk­wei­sen einzubringen.

Die Idee ent­stand Ende der 1990er-Jah­re bei Gene­ral Elec­tric, initi­iert von Jack Welch, der erfah­re­ne Füh­rungs­kräf­te gezielt von jün­ge­ren Digi­tal Nati­ves ler­nen ließ. Seit­dem hat sich Rever­se Men­to­ring zu einem wirk­sa­men Instru­ment für gemein­sa­mes Ler­nen und Kul­tur­ent­wick­lung ent­wi­ckelt.
Im Mit­tel­punkt steht der gegen­sei­ti­ge Austausch:

Füh­rungs­kräf­te gewin­nen Ein­bli­cke in The­men wie Digi­ta­li­sie­rung, Diver­si­tät oder Wer­te­wan­del. Jün­ge­re Mit­ar­bei­ten­de erfah­ren, wie stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen ent­ste­hen, und ler­nen mehr über die viel­schich­ti­gen Führungsthemen.

So ent­steht ein Lern­raum, in dem Erfah­rungs­wis­sen geteilt und bewahrt wird – und in dem Jung und Alt gemein­sam wach­sen. Rever­se Men­to­ring schafft Ver­bin­dung zwi­schen Gene­ra­tio­nen, stärkt Lern­kul­tur und hält Wis­sen in Unter­neh­men lebendig.

S

Service Design

Was ist Ser­vice Design?

Ser­vice Design ist ein Ansatz, der­d­ar­auf fokus­siert, Ser­vices ganz­heit­lich zu gestal­ten – über Pro­duk­te, Pro­zes­se und Erleb­nis­se hinweg.

Es betrach­tet Orga­ni­sa­tio­nen als leben­di­ge Sys­te­me, in denen Men­schen, Tech­no­lo­gien und Struk­tu­ren mit­ein­an­der inter­agie­ren, um Wert zu schaffen.

Ser­vice Design ver­bin­det Pro­duk­te, Ser­vices, Pro­zes­se und alle Kon­takt­punk­te zu einem naht­lo­sen Gan­zen – und ermög­licht Erleb­nis­se, die rele­van­ter, fle­xi­bler und zukunfts­fä­hi­ger sind. Dabei steht immer die Fra­ge im Mit­tel­punkt: Wie kön­nen wir so gestal­ten, dass Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen glei­cher­ma­ßen profitieren?

Im Kon­text von Inno­va­ti­on, Trans­for­ma­ti­on und Pro­zess­ge­stal­tung unter­stützt Ser­vice Design dabei, Kom­ple­xi­tät sicht­bar zu machen, Zusam­men­hän­ge neu zu den­ken und Ver­än­de­rung kon­kret umzusetzen.

Es för­dert gemein­sa­mes Ler­nen, Expe­ri­men­tie­ren und die kon­se­quen­te Aus­rich­tung auf Nutzer:innenbedürfnisse ent­lang der Lear­ning- und Customer-Journey.

T

Theory U

Was ist die Theo­ry U?

Die Theo­ry U beschreibt einen Pro­zess des Wan­dels, bei dem Men­schen, Teams und Orga­ni­sa­tio­nen ler­nen, aus der Zukunft her­aus zu han­deln – statt nur auf die Ver­gan­gen­heit zu reagie­ren. Ent­wi­ckelt wur­de der trans­for­ma­ti­ve Ansatz vom
Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Otto Sch­ar­mer am MIT (Mas­sa­chu­setts Insti­tu­te of Technology).

Im Zen­trum steht die Idee, dass Trans­for­ma­ti­on erst dann mög­lich wird, wenn wir inne­hal­ten, zuhö­ren und offen wer­den – für uns selbst, für ande­re und für das, was ent­ste­hen will. Der Weg durch das „U“ ver­läuft dabei in drei Bewegungen:

1. Los­las­sen –
alte Mus­ter, Gewiss­hei­ten und Rou­ti­nen hinterfragen.

2. Hin­spü­ren –
wahr­neh­men, was wirk­lich wich­tig ist und ent­ste­hen möchte.

3. Gestal­ten –
aus neu­er Klar­heit her­aus ins Han­deln kommen.

Die Theo­ry U ver­bin­det Refle­xi­on, Acht­sam­keit und Co-Krea­ti­on. Sie hilft Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen, Wan­del nicht nur zu mana­gen, son­dern bewusst zu gestal­ten – mit Empa­thie, Offen­heit und der Bereit­schaft, Neu­es zuzu­las­sen. Der Inno­va­ti­on Lear­ning Loop ist inspi­riert von der Theo­ry U.

U

User Journey Map

Was ist eine User Jour­ney Map ?

Eine User Jour­ney Map visua­li­siert den Weg, den Men­schen durch­lau­fen, wenn sie mit einem Pro­dukt, Ser­vice oder Lern­an­ge­bot in Kon­takt kom­men. Sie zeigt, wel­che Erfah­run­gen, Emo­tio­nen und Bedürf­nis­se an den ver­schie­de­nen Touch-Points ent­ste­hen – und macht so sicht­bar, wo Erleb­nis­se ver­bes­sert oder neu gestal­tet wer­den können.

Der Ansatz stammt aus dem Ser­vice Design und der User Expe­ri­ence (UX)-Forschung. Ent­wi­ckelt wur­de er, um Orga­ni­sa­tio­nen zu hel­fen, Ange­bo­te kon­se­quent aus Sicht der Nutzer:innen zu ver­ste­hen und empa­thi­scher zu gestalten.

Im Kon­text von Lern- und Ser­vice Design ist die User Jour­ney Map ein zen­tra­les Werk­zeug, um Teams dabei zu unter­stüt­zen, Nut­zer­be­dürf­nis­se klar zu erken­nen und gemein­sa­me Ein­sich­ten zu entwickeln.

User Experience

Was ist eine User Expe­ri­ence und wo fin­det sie ihren Einsatz?

User Expe­ri­ence (UX) beschreibt das gesam­te Erleb­nis, das ein Mensch in der Inter­ak­ti­on mit einem Pro­dukt, Ser­vice oder Lern­an­ge­bot macht. Von der ers­ten Wahr­neh­mung bis zur nach­hal­ti­gen Wir­kung. Es geht dar­um, was Men­schen füh­len, den­ken und erle­ben, wenn sie mit etwas in Kon­takt kommen.

Der Ansatz stammt aus der Kogni­ti­ons­wis­sen­schaft und dem Design Thin­king. Geprägt wur­de der Begriff in den 1990er-Jah­ren von Donald A. Nor­man, der beton­te, dass gutes Design über Funk­tio­na­li­tät hin­aus­geht – es soll bedeut­sam, ver­ständ­lich und emo­tio­nal stim­mig sein.

User Expe­ri­ence fin­det in vie­len Berei­chen Anwendung:

Im Ser­vice Design,
um Kun­den­er­leb­nis­se zu gestal­ten, die Sinn stif­ten und verbinden.

Im Lear­ning Design,
um Lern­pro­zes­se moti­vie­rend und zugäng­lich zu gestalten.

In digi­ta­len Anwen­dun­gen,
um Nut­zung ein­fach, intui­tiv und ange­nehm zu machen.

Eine gute User Expe­ri­ence ent­steht dort, wo Tech­no­lo­gie, Gestal­tung und Empa­thie zusam­men­wir­ken. Die User Jour­ney Map hilft die Expe­ri­ence bes­ser zu ver­ste­hen, zu ana­ly­sie­ren und zu gestalten.

V

Vision Statement

Was ist ein Visi­on Statement?

Ein Visi­on State­ment beschreibt ein kla­res, inspi­rie­ren­des Zukunfts­bild – die Vor­stel­lung davon, wohin sich eine Orga­ni­sa­ti­on, ein Team oder ein Pro­jekt ent­wi­ckeln möch­te. Es for­mu­liert nicht, was getan wird, son­dern wofür es getan wird.

Im Unter­schied zu einer Mis­si­on, die den Zweck und das Han­deln im Heu­te beschreibt, rich­tet sich die Visi­on in die Zukunft: Sie zeigt, was mög­lich ist, wenn Men­schen gemein­sam an einem Ziel arbeiten.

Ein gutes Visi­on State­ment schafft Ori­en­tie­rung, Ener­gie und Sinn. Es beant­wor­tet Fra­gen wie:

Wofür ste­hen wir?

Wohin wol­len wir uns entwickeln?

Wel­che Wir­kung möch­ten wir entfalten?

Im Kon­text von Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on wirkt ein Visi­on State­ment wie ein Kom­pass. Es ver­bin­det Stra­te­gie mit Sinn, gibt Rich­tung in Zei­ten des Wan­dels und stärkt das gemein­sa­me Ver­ständ­nis von Zukunft.

Vier-Quadranten Modell

Was ist das Vier-Quadranten-Modell?

Das Vier-Qua­dran­ten-Modell wur­de von dem ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen Ken Wil­ber ent­wi­ckelt und ist Teil sei­ner inte­gra­len Theo­rie. Es beschreibt vier Per­spek­ti­ven, aus denen sich jedes Phä­no­men – ob indi­vi­du­ell, sozi­al oder orga­ni­sa­tio­nal – betrach­ten lässt.

Das Modell unter­schei­det zwischen:

Indi­vi­du­ell – Innen (Ich):
inne­re Welt, Wer­te, Hal­tung, Bewusstsein

Indi­vi­du­ell – Außen (Es):
beob­acht­ba­res Ver­hal­ten, Kom­pe­ten­zen, Handlungen

Kol­lek­tiv – Innen (Wir):
gemein­sa­me Kul­tur, Bezie­hun­gen, Sinnsysteme

Kol­lek­tiv – Außen (Sie):
Struk­tu­ren, Pro­zes­se, Sys­te­me und Rahmenbedingungen

Die­se vier Per­spek­ti­ven bil­den zusam­men ein ganz­heit­li­ches Ver­ständ­nis von Ver­än­de­rung. Das Modell zeigt: Trans­for­ma­ti­on fin­det immer in allen Qua­dran­ten gleich­zei­tig statt – im Inne­ren und Äuße­ren, im Indi­vi­du­um und im System.

Im Kon­text von Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung, Ler­nen und Inno­va­ti­on hilft das Vier-Qua­dran­ten-Modell, kom­ple­xe Pro­zes­se zu ver­ste­hen und Balan­ce zu schaf­fen. Es ver­bin­det per­sön­li­che Ent­wick­lung mit struk­tu­rel­lem Wan­del – und unter­stützt Teams dabei, Ver­än­de­rung als mehr­di­men­sio­na­len Lern­pro­zess zu begreifen.

W

Why?

Wozu braucht es ein Why?

Das „Why“ beschreibt den inne­ren Sinn und Zweck, der hin­ter einer Idee, einem Pro­dukt oder einem Ver­än­de­rungs­pro­zess steht. Es beant­wor­tet die Fra­ge: War­um tun wir, was wir tun? – und schafft damit Ori­en­tie­rung, Bedeu­tung und Motivation.

Simon Sinek mach­te den Ansatz mit sei­nem Modell des Gol­den Cir­cle bekannt. Er zeigt, dass erfolg­rei­che Orga­ni­sa­tio­nen nicht mit dem „Was” oder „Wie” begin­nen, son­dern mit dem „War­um”. Men­schen fol­gen kei­ner Stra­te­gie, son­dern einem Sinn.

Im Kern geht es um Visi­on – wie sie etwa Ste­ve Jobs ver­kör­per­te: Nicht ein­fach Com­pu­ter zu bau­en, son­dern damit ein Werk­zeug für krea­ti­ve Frei­heit zu schaf­fen. Das „Why“ macht den Unter­schied zwi­schen einem Pro­dukt und einer Idee, die Men­schen berührt.

X

X‑Y-Theorie

Was ist die X‑Y-Theo­rie?

Die X‑Y-Theo­rie beschreibt zwei gegen­sätz­li­che Men­schen­bil­der, die unser Ver­ständ­nis von Füh­rung und Arbeit prä­gen. Ent­wi­ckelt wur­de sie vom Sozi­al­psy­cho­lo­gen Dou­glas McGre­gor in den 1960er-Jahren.

Die Theo­rie X geht davon aus, dass Men­schen Arbeit eher ver­mei­den, kla­re Anwei­sun­gen brau­chen und nur durch Kon­trol­le oder Beloh­nung moti­viert wer­den. Die Theo­rie Y hin­ge­gen unter­stellt, dass Men­schen von Natur aus neu­gie­rig, lern­fä­hig und bereit sind, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men – wenn sie Sinn, Ver­trau­en und Gestal­tungs­spiel­räu­me erfahren.

Der Wert der X‑Y-Theo­rie liegt im Bewusst­ma­chen die­ser unter­schied­li­chen Hal­tun­gen. Im Kon­text von Inno­va­ti­on und Ver­än­de­rung hilft die X‑Y-Theo­rie, Orga­ni­sa­tio­nen als leben­di­ge Sys­te­me zu sehen.

Y

Yes-And-Methode

Was besagt die „Yes-And-Metho­de“?

Die Yes-And-Metho­de stammt aus dem Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter und ist ein Prin­zip, das Zusam­men­ar­beit, Krea­ti­vi­tät und Ver­trau­en stärkt. Anstatt Ideen zu bewer­ten oder zu blo­ckie­ren, wer­den sie zunächst akzep­tiert („Yes“) und wei­ter­ge­dacht („And“). So ent­steht ein Raum, in dem Neu­es wach­sen kann.

In der Pra­xis bedeu­tet das: Jede Idee wird als Impuls ver­stan­den, an den ande­re anknüp­fen kön­nen. Das ver­än­dert die Hal­tung im Team – von Kri­tik und Bewer­tung hin zu Offen­heit und Co-Krea­ti­on.

Sie unter­stützt Teams dabei, Mög­lich­kei­ten zu ent­de­cken statt Gren­zen zu sehen – und schafft eine Kul­tur, in der Ler­nen, Expe­ri­men­tie­ren und gemein­sa­mes Gestal­ten selbst­ver­ständ­lich werden.

Z

Zielbild

Was ist ein Ziel­bild und war­um ist es so wichtig?

Ein Ziel­bild beschreibt ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis davon, wohin sich eine Orga­ni­sa­ti­on ent­wi­ckeln möch­te – stra­te­gisch, kul­tu­rell und mensch­lich. Es ver­bin­det Visi­on und Gegen­wart, Stra­te­gie und Zusam­men­ar­beit, Ori­en­tie­rung und Sinn.

In ler­nen­den Orga­ni­sa­tio­nen wird ein Ziel­bild­par­ti­zi­pa­tiv ent­wi­ckelt: Men­schen brin­gen ihre Per­spek­ti­ven ein, for­mu­lie­ren gemein­sam, was Zukunft im beruf­li­chen Kon­text bedeu­ten soll, und über­set­zen es in kon­kre­te Schrit­te. So ent­steht ein Bild, das nicht ver­ord­net, son­dern gemein­sam ent­wi­ckelt und getra­gen wird.

Fehlt ein sol­ches gemein­sa­mes Ziel­bild, lau­fen Stra­te­gien oft ins Lee­re: Visio­nen blei­ben abs­trakt, Ener­gie ver­pufft, und jeder zieht in eine ande­re Rich­tung. Ein Ziel­bild dage­gen bün­delt Kräf­te – es schafft Rich­tung, Ver­bind­lich­keit und Motivation.

Im Kon­text von Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on ist das Ziel­bild ein zen­tra­ler Kom­pass: Es hilft, neue Wege bewusst zu gestal­ten, Lern­pro­zes­se zu ver­an­kern und Ver­än­de­rung als gemein­sa­men Pro­zess zu verstehen.

Zukunftswerkstatt

Was ist eine Zukunftswerkstatt?

Eine Zukunfts­werk­statt ist ein krea­ti­ver Betei­li­gungs­pro­zess, in dem Men­schen gemein­sam Zukunft den­ken, gestal­ten und erleb­bar machen.

Sie ver­bin­det Ana­ly­se, Dia­log und Krea­ti­vi­tät – mit dem Ziel, neue Per­spek­ti­ven zu öff­nen und kon­kre­te Schrit­te in Rich­tung Ver­än­de­rung zu entwickeln.

Die Metho­de geht auf den Zukunfts­for­scher Robert Jungk zurück und wird heu­te genutzt, um Orga­ni­sa­tio­nen, Teams und Com­mu­ni­ties in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen zu begleiten.

Sie läuft in min­des­tens drei Pha­sen ab: es wer­den bestehen­de Her­aus­for­de­run­gen hin­ter­fragt, Wün­sche und Visio­nen for­mu­liert und dar­aus umsetz­ba­re Ideen abgeleitet.